Geschichte

die Geschichte der Sozialdemokratie in Delingsdorf

Ein Rückblick in die Geschichte

In den Stormarner Archiven finden sich erste Hinweise, dass es schon zum Ende des 19. Jahrhunderts Sozialdemokraten in Delingsdorf gab. Obwohl die Bismarckschen „Sozialistengesetze“ 1890 aufgehoben wurden, musste der Gemeindevorsteher Bröcker dem Amtsvorsteher am 6. Juni 1891 anzeigen, dass „die Militärpflichtigen (Johann Wilhelm) Böller und (Wilhelm Christoph) Ruge Socialdemokraten sind.“ Über weitere Aktivitäten der SPD vor und nach dem 1. Weltkrieg gibt es keine Unterlagen.

Auch nach dem 2. Weltkrieg ist die Dokumentanlage dürftig. Bei den Gemeindewahlen 1951 traten weder die SPD noch die CDU an, lediglich ein Bewerber der KPD, Kandidaten des BHE (Block der Heimatvertriebenen und Entrechteten) und einer „S.H. Wählergemeinschaft“ standen auf dem Wahlzettel. 1955 gab es 6 Kandidaten einer „Delingsdorfer Wahlgemeinschaft“ sowie einen Bewerber der KPD. 1962 gründeten sich die Wählergemeinschaft Delingsdorf (WGD) und die Wählervereinigung Delingsdorf (WVD).

Seit 1972 ist die SPD (wieder) in Delingsdorf aktiv

Nach dem großen Erfolg der SPD bei der vorzeitigen Bundestagswahl nach dem gescheiterten Misstrauensvotum gegen Willy Brandt (auch in Delingsdorf stimmten über 50 % für die SPD) traten viele Bürger der Partei bei. Vorher hielten nur Tischlermeister und Möbelhändler Gustav Rieder sowie Lehrer Klaus Voß die Fahne der Sozialdemokratie in Delingsdorf hoch. Das Dorf hatte seinerzeit rund 900 Einwohner.
Neubürger Günter Niemeier ging von Haus zu Haus um für die SPD zu werben, schließlich trafen sich im Dezember 1972 13 Männer und Frauen und gründeten den Stützpunkt Delingsdorf im Ortsverein Bargteheide. Leiter des Stützpunktes wurde Günter Niemeier.

Schon im Frühjahr 1974 nahm die SPD an der Kommunalwahl teil und errang auf Anhieb 3 der 11 Sitze in der Gemeindevertretung: Günter Niemeier, Klaus Voß und Jürgen Lenz. Die übrigen 8 Sitze teilten sich die beiden Wählergemeinschaften WGD und WVD. Günter Niemeier zog 1975 fort, für ihn rückte Manfred Jönsson nach, Jürgen Lenz übernahm die Leitung des Stützpunktes. Zur Kommunalwahl 1978 trat statt der WVD die CDU als neue Gruppierung an. Die SPD errang 4 Mandate (Klaus Voß, Jürgen Lenz, Manfred Jönsson und Niels-Peter Horn), Klaus Voß wurde zum 1. stellvertretenden Bürgermeister gewählt, die CDU stellte mit 5 Sitzen den alten und neuen Bürgermeister Werner Timm, die WGD erreichte 2 Mandate.

Die SPD hatte sich in Delingsdorf bis 1978 gut entwickelt und zählte mittlerweile 21 Mitglieder. Ab dem 1. Januar 1978 wurde daher aus dem Stützpunkt der Distrikt Delingsdorf mit erweiterten Kompetenzen und eigener Organisationsstruktur, zu Beginn des Jahres 1981 kam die Weiterentwicklung zum eigenständigen Ortsverein.

Bei der Kommunalwahl 1982 konnte die SPD erneut 4 Mandate erringen: Klaus Voß, Jürgen Lenz (bis April 1984), Niels-Peter Horn, Randolf Knudsen und Rita Thönnes (für Jürgen Lenz ab August 1984).

Der Ortsverein hatte sich in den letzten Jahren zu einer festen Größe in Delingsdorf entwickelt. Es wurden zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen organisiert und durchgeführt: Preisskat, Theaterabende, Flohmärkte, Radtouren, Altennachmittage, Osterfeuer, später Tannenbaumverbrennen …
Einige dieser Angebote wurden von der Gemeinde (Seniorentreff) oder dem Sportverein (Skat) übernommen, andere mussten im Laufe der Jahre wegen eines zu hohen organisatorischen Aufwandes oder nachlassenden Interesses der Bewohner aufgegeben werden.

 

(wird fortgesetzt...)

 

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Geschichtswerkstatt

Tobias von Pein, MdL

Delara Burkhardt, MdEP

Nina Scheer,MdB

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